Monika Marié

Déjà vu

19. März  - 16. April 2016

Expressiv, voller Dynamik, hoch aktuell - nach über drei Jahren sind Monika Mariés Bilder ab Samstag, dem 19.3. 2016 wieder in Kunsthaus Einbeck zu sehen. In ihrer neuen Ausstellung wird die Einbecker Malerin vorwiegend gegenständliche Arbeiten aus ihrer letzten Schaffensperiode zeigen, geprägt von ihren Erinnerungen und der Empörung über aktuelle Zustände.

 

Als Déjà-vu (frz. „schon gesehen“) sind psychologische Phänomene bekannt, die sich in dem Gefühl äußern, eine momentane Situation schon einmal durchlebt oder gesehen zu haben. Monika Marié, die lange in Frankreich gelebt hat, versteht déjà vu aber in einem etwas anderen Sinne. Sie hat in ihrem neuen Werkabschnitt Dinge gemalt, die man schon mal gesehen hat, die aber jetzt aus unserem täglichen Leben verschwunden sind. „Diese Sachen waren mal was, waren mal da und ihre Zeit ist vorbei“, beschreibt die Künstlerin ihre Motivation für dieses Sujet. Sie erweckt diese „schon-mal-gesehenen-Dinge“, wie z.B. Vogelscheuchen oder verrostete Autos in ihren Bildern wieder zum Leben. und zeigt wie sie – vielleicht auch nur in der Vorstellung der Betrachter - mal gewesen waren.
 

Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Sorge um die aktuelle politische Situation. Dort findet sie ihre Motive in der Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen, der aktuellen Politik oder mit den Menschen. Anlass zum Malen geben ihr sowohl  die Magersüchtigkeit von Modells, die Flüchtlingssituation als auch „die Angst, dass es wieder so wird, wie vor dem Krieg“.

 

Ihre Themen bringt sie forsch und frei und mit starken Kontrasten auf die Leinwand oder Hartfaserplatte. Sie malt vorwiegend expressive Bilder ist aber nicht festgelegt und immer bereit neue Wege einzuschlagen. “Es gibt immer eine andere Möglichkeit“, so die Einbeckerin.

 

Monika Marié wurde 1940 in Hannover geboren und kam schon in Ihrer Kindheit intensiv mit Kunst und musischen Einflüssen in Kontakt. Schon ihr Urgroßonkel und ihre Großmutter waren Maler, ihre Mutter eine bekannte Klavierlehrerin. Sie wuchs durch die Wirren des zweiten Weltkrieges in Einbeck auf. Nach langen Jahren in Frankreich ist sie im Jahr 2000 wieder nach Einbeck zurückgekehrt. Der Bezug zur Kunst hat sie ein Leben lang begleitet und im Laufe der Zeit hat sie sich autodidaktisch eine eigene Bildsprache erarbeitet.

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